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Schulischer
Unterricht
Der Unterricht richtet sich nach dem Bildungsplan für Menschen mit
einer geistigen Behinderung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion
des Kantons Bern und gestaltet sich handlungs- und bewegungsorientiert.
Schule muss auf das Leben vorbereiten.
Den Kindern wird
deshalb immer wieder eine grosse Tasche voll Welt in die Schulzimmer mitgebracht, oder die Sachen werden gemeinsam aus der Natur geholt:
Sandstein, Schiefer, Kalkstein und Granit, ungebrannter Ton zum Kneten,
Gartenerde zum Ziehen von Topfpflanzen usw.
Daneben gehen die kulturtechnischen Fächer wie Lesen & Schreiben,
oder Mathematik keineswegs vergessen. Täglich befassen sich die Kinder
der HPS mit Gebärden, Zeichen, Symbolen und auch den Buchstaben, Wörtern
und Sätzen. Gezählt und gerechnet wird in mancherlei lebenspraktischen
Zusammenhängen, die Uhr muss abgelesen, das Mehl abgewogen und das Holz
abgemessen werden, wenn etwas zubereitet oder hergestellt wird.
Wichtig ist für die älteren Schüler und Schülerinnen, wie es nach der
Schulzeit weitergeht.
„Was heisst Arbeit? Und was
bedeutet die Arbeitswelt für mich?“ Diese Fragen werden stark thematisiert.
Altersbedingt werden zusätzlich Themen wie Freizeit, Partnerschaft und
Sexualität in den Unterricht einbezogen.
Reiten
Unsere Schülerinnen und Schüler haben ca. zehn mal im Jahr Gelegenheit,
auf unterschiedlich grossen Ponys zu reiten. Sie freuen sich immer
mächtig darauf. Zuerst werden die Ponys bereit gemacht. Die
Steigbügelriemen werden auf die Grösse der Reiter und Reiterinnen
eingestellt, dann gibt es noch einen Reithelm und schon geht es los. Es
gibt verschiedene Strecken die beritten werden können. Die SchülerInnen
welche nicht auf einem Pony sitzen, führen mit Hilfe der Begleitpersonen
ein Tier. Das ist ganz schön anspruchsvoll. Nicht zu schnell, aber auch
nicht zu langsam, das Seil schön straff, die Richtung klar vorgebend.
Nach der Hälfte des Weges wird gewechselt. Die Reiter steigen ab und die
Führer auf. Ein Teil der Strecke führt jeweils durch den Wald, über
Feldwege und manchmal auch einer Strasse entlang. Da ist Wachsamkeit
geboten.Zurück beim Stall werden die Tiere
von den SchülerInnen gestriegelt; es werden ihnen die Hufe geputzt und
schliesslich bekommen die Ponys etwas zu futtern. Danach erst sind die
Kinder an der Reihe, im Winter gibt es warmen Punsch, im Sommer Eistee.
Landschulwoche
Unsere Klassen führen jährlich eine Landschulwoche durch. Sie findet
jeweils klassenweise oder auch gemeinsam immer woanders. irgendwo in
unserem Land statt. In der Landschulwoche üben die SchülerInnen ein paar
Tage von Zuhause weg zu sein, an einem fremden Ort zu schlafen und in
einer unbekannten Umgebung zurecht zu kommen. Sie helfen beim Einkaufen,
Kochen und Abwaschen. Es finden Ausflüge zu bestimmten Rahmenthemen
statt.
So besuchten wir zum Thema Wasser einen Berufsfischer
in Corcelles und das Naturschutzgebiet Champ-Pittet. Die Landschulwochen dauern von Montag bis Freitag. Nach
dieser Zeit
freuen sich unsere,
in der Regel müden, aber zufriedenen Schülerinnen und Schüler auf ihre Familien, von denen
sie am Bahnhof
in Empfang genommen werden.
Der Skitag findet meistens Ende Januar auf der Elsigenalp statt. Hier
sind die Bedingungen für alle „Könnerstufen“ optimal.
Zusammenarbeit
Seit dem Umzug im Sommer 2006 haben
sich vielfältige Möglichkeiten für neue Projekte
ergeben.
Unser Schulpavillon grenz direkt an die
Schulanlage Hofachern, nur Pausen- und
Sportplatz befinden sich
dazwischen. Die Schüler und
Schülerinnen der Heilpädagogischen Schule haben
die Möglichkeit, die Pause
gemeinsam mit
den SchülerInnen der Regelschule zu verbringen. "Schutte" ist nur eine
von verschiedenen
Spielarten, bei denen auch die Spiel- und
Sportgeräte einbezogen werden können. Die tägliche spielerische
Auseinandersetzung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung kann Berührungsängste
abbauen und
ermöglicht allen SchülerInnen, ihre persönlichen
Erfahrungen zu sammeln.
Im Allgemeinen haben Nichtbehinderte wenig Möglichkeiten, in Kontakt zu Menschen
mit einer Behinderung
zu treten. Unsere SchülerInnen und Schüler erleben die RegelklassenschülerInnen als
Vorbilder.
Auch der Kontakt zwischen den Lehrkräften beider
Schulen erweist sich als wertvoll. Es entstehen
immer
wieder Ideen für neue, gemeinsame Projekte.
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